Chiropraktik
Was ist Chiropraktik?
Im Zentrum der Chiropraktik steht die gestörte Funktion der Wirbelsäule und die Auswirkung dieser Störungen auf das Nervensystem und den Gesamtorganismus.
Fehlstellungen von Wirbeln werden diagnostiziert und durch gezielte Handgriffe gerichtet.
Dabei kommt es zu einem "Knacksen", das anzeigt, dass sich ein Gelenk aus einer blockierten Stellung gelöst hat und vom Patienten häufig als sehr befreiend empfunden wird.
Wie der Name Chiropraktik sagt, werden Untersuchung und Behandlung nur mit der Hand ausgeführt. (griech.: cheir, Hand praxis‚ Tätigkeit).
Die Statik der Wirbelsäule baut vom Becken über Lenden-, Brust- und Halswirbel bis zu den Kopfgelenken aufeinander auf.
Ein grades Becken ist daher eine wichtige Grundlage für eine grade Wirbelsäule.
Es wird nie ein Wirbel isoliert behandelt, sondern zunächst ein eventueller Beckenschiefstand behoben und dann die Wirbelsäule von unten bis oben justiert.
Zwischen den Wirbeln treten seitlich die Spinalnerven aus dem Rückenmark aus, die jeweils eine Körperregion und die dort sitzenden Organe versorgen. So kann es durch verklemmte Wirbel, die auf einen Spinalnerven drücken, nicht nur zu Rückenschmerzen, sondern auch zu Beschwerden an dem entsprechenden Organ kommen. Durch das Justieren der Wirbelsäule kann der Nerv seine Aufgabe wieder besser erfüllen und das Organ kann sich regenerieren.
Diese Wechselwirkungen können in beide Richtungen auftreten, so können durch Wirbelblockaden an der Brustwirbelsäule Symptome am Herz, wie Brustenge, hervorgerufen werden; genauso können Blockaden in diesem Bereich nach einer Herzoperation als Reaktion des Körpers auf den Eingriff auftreten. (siehe auch Osteopathie)
Zusammenhänge zwischen Wirbelblockaden und Organen
(-> Atmung, Funktion der Bauchorgane)
bis 1. Brustwirbel Beschwerden in Schultern und Armen
Diese Aufzählung ist nicht vollständig, soll aber einen Eindruck vermitteln, dass viele Beschwerden ihren Ursprung in einer Wirbelfehlstellung haben können.
Der Begründer der heutigen Chiropraktik war Daniel David Palmer (1845-1913).
Griffe zum Lösen von Wirbelblockaden wurden jedoch schon seit langem und in verschiedenen Kulturen angewendet, nachweislich z.B. nach Paracelsus im alten Griechenland.